Programm MR 515 - THONET-Möbel - Stühle, Tische, Sessel und Sofas, Design-Klassiker aus Bugholz und Stahlrohr
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MR 515

DesignLudwig Mies van der Rohe, 2019

Der Beistelltisch MR 515: Die Komplexität des Einfachen

Die Wiederentdeckung eines vielseitigen Klassikers: Anlässlich des 100-jährigen Bauhaus-Jubiläums haben wir den runden Beistelltisch MR 515 von Ludwig Mies van der Rohe wieder aufgelegt. Die Originalversion gibt es als Re-Edition aus dem Thonet-Stahlrohrmöbel-Katalog von 1935 mit Stahlrohrgestell und Glasplatte. Vermutlich ist dieser Tisch um 1928 im Kontext der ebenfalls von Mies van der Rohe entworfenen Häuser Esters und Lange in Krefeld entstanden.

 

Mit einem neuen Blick auf das Original hat das Studio Besau Marguerre weitere Interpretationen des MR 515 entworfen. Dabei sind Adaptionen entstanden, bei denen die Eleganz dieses Möbelklassikers einfühlsam herausgearbeitet ist. Heutige Nutzungskonzeptionen und technische Details verbinden sich in ihm mit einem zeitgenössischen Touch. Marcel Besau und Eva Marguerres Sicht auf die Tischserie bleibt nah am Originalentwurf, die Details aber machen den Unterschied. Ihre Interventionen sind subtil und technisch zugleich. So ist der zentrale Kreuzungspunkt der Tischbeine unter der Glasplatte besonders elegant ausgeführt. Aufgegriffen wird, basierend auf der Recherche zu ursprünglichen Ausführungen des Tischs, außerdem die Idee eines optionalen zweiten Bodens, welcher der Tischserie ein Mehr an Funktionalität und Wohnlichkeit hinzufügt.


Beistelltische in unterschiedlichen Größen, Gestelle Stahlrohr verchromt oder schwarz lackiert mit ESG-Glasplatten in Klarglas oder in grau getöntem Klarglas.


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Ludwig Mies van der Rohe

Ludwig Mies van der Rohe

Ludwig Mies van der Rohe, 1886 in Aachen geboren, trat er bereits mit 22 Jahren in das Architekturbüro von Peter Behrens ein, wo er mit Walter Gropius und Le Corbusier zusammen traf. Bald wurde Mies ein Protagonist des neuartigen Glas- und Skelettbaus der Zeit – Ausschlag gebend war sein Entwurf eines Glashochhauses am Bahnhof Friedrichstraße in Berlin. Seit 1925 war er verantwortlich für die künstlerische Leitung des Deutschen Werkbundes. 1927 entstand unter seiner Regie die Weißenhof-Siedlung in Stuttgart. 1930 wurde Mies van der Rohe von Walter Gropius zum Direktor des Bauhauses in Dessau berufen, das er am 10. August 1933 auf Druck der NSDAP auflösen musste. Danach emigrierte er in die USA. 1938 folgte er einem Ruf nach Chicago, wo ihm die Leitung der Architektur-Abteilung am Armour Institute übertragen wurde. Er entwickelte sich zu einem der weltweit einflussreichsten Architekten. Seine Stahlgitterbauten mit großflächiger Verglasung wie etwa das Seagram Building in New York (1958) oder die Nationalgalerie in Berlin (1968) zählen zu den Höhepunkten moderner Architektur. Seine Möbelentwürfe entstanden meist in Verbindung mit seinen Bauten. 1969 starb Ludwig Mies van der Rohe in Chicago.

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